Schuljubiläum - 50 Jahre Pestalozzischule Papenburg


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Mit zahlreichen Ehrengästen hat die Pestalozzischule Papenburg ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. Foto: Anna Kröger


Zusammen mit Schülern, Lehrern, Eltern sowie zahlreichen Ehrengästen hat die Pestalozzischule Papenburg am Freitag ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. Der Festakt bildete den Höhepunkt und zugleich den Abschluss einer Jubiläumswoche, deren Programm Zirkusvorstellungen, einen Discoabend und ein Benefizkonzert der „Leeier Singers“ umfasste.


„Die Pestalozzischule hat in den zurückliegenden 50 Jahren ein bewegtes und immer wieder auch herausforderndes Dasein mit allen Höhen und Tiefen erlebt“, erklärte der emsländische Landrat Reinhard Winter, der die Veranstaltung als Vertreter des Schulträgers eröffnete. Winter erinnerte an die Anfänge der Schule, die 1964 im Rahmen des Ausbaus des ländlichen Sonderschulwesens als erste Schule für Lernbehinderte im ehemaligen Landkreis Aschendorf-Hümmling eingerichtet worden war. Zu Spitzenzeiten habe die Schule bis zu 430 Schüler (1975) gezählt, während aktuell 172 am Unterricht teilnehmen. Damit sei die Pestalozzischule immer noch die größte Förderschule im Landkreis Emsland.

Und doch räumte Winter ein, dass das 50-jährige Bestehen widersprüchliche Gefühle in ihm auslöse. „Ein wenig Wehmut spielt in diese Jubiläumsfeierlichkeiten mit hinein.“ Grund hierfür sei die Einführung der inklusiven Schule in Niedersachsen zum Schuljahresbeginn 2013/14 und die damit verbundene ungewisse Zukunft der Schule.

Der Landkreis als Schulträger habe sich immer für die Förderschulen stark gemacht und halte an dieser Auffassung auch unter den veränderten Voraussetzungen fest, betonte Winter. „Wir sind stolz auf unsere Förderschulen, und wir wollen sie behalten. Hier werden hervorragende, messbare Erfolge erzielt.“

Das letzte Wort sei noch nicht gesprochen, versprach der Landrat und wurde darin vom Präsidenten des Niedersächsischen Landtags Bernd Busemann aus Dörpen bestärkt. Er verwies auf eine erst kürzlich im Landtag eingereichte Petition, die sich mit 10611 Unterschriften für den Erhalt der Förderschulen Lernen einsetze. Auch mit Blick auf die seit 50 Jahren hervorragend geleistete Arbeit in der Pestalozzischule hoffe Busemann, dass die Diskussion mithilfe der Petition weitergeführt werde.

Geteilt wurde diese Hoffnung auch von Direktor Wilhelm Kleinert und Jens Walker vom Personalrat der Schule. Beide hoben den besonderen Wert der Schule und die mit Blick auf die Schüler erzielten Erfolge hervor. Als einen Beleg hierfür verwies Kleinert auf die insgesamt 47 Schüler, die im Zuge des Festaktes ihre Abschlusszeugnisse entgegennahmen. „Ich hoffe, dass unsere gute Arbeit auch in Zukunft an diesem Standort fortgeführt werden kann“, so Kleinert.

Quelle: Emszeitung