Comenius Projekt 2008 - 2010

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„ Reisen durch Europa in der kindlichen Imagination“
„Travelling through Europe by the means of children`s imagination”
Comenius - Partner: Deutschland, Litauen, Finnland, Italien, Polen ( Sopot und Katowice),Wales, Irland, Spanien, Türkei


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Tom-Tom
Bild "image006.jpg"Hallo, ich bin Tom-Tom. Von Finnland aus bin ich durch Europa gefahren und ihr habt mir dabei geholfen. Das war ganz toll! Zum  1. Comenius Projekttreffen haben mich Minna und Tina mit nach Deutschland genommen. Ich habe Papenburg im Herbst (Oktober 2008) kennen gelernt. Besonders gut haben mir die vielen Kanäle gefallen. Die Begrüßung an der Pestalozzischule war prima. So viele Kinder haben gesungen und gespielt! An meiner Schule in Joroinen gibt es nur  40 Schüler. Die Häuser der ersten  Siedler, die aus Torf gebaut wurden, haben wir leider nicht gesehen. Die Zeit war zu knapp. Doch die Schüler haben mir Bilder von ihrem Besuch der Von Velen–Anlage geschickt.Bild "image008.gif"










Bild "image010.jpg" Im Mai 2009 durfte ich zum 2. Projekttreffen  mit nach Telsiai in Litauen. Hier waren auch viele Lehrer und auch Schüler aus den anderen  Partnerschulenzusammen gekommen. Bei schönstem Sonnenschein haben wir mit Patrick, Heiko, Jannick und Tobias ein Picknick am See Mastis gemacht. Die litauischen Schüler haben viele Tauben gebastelt und sie bei der Begrüßung „fliegen“ lassen. Wir haben ein großes Freilichtmuseum besucht. Dort erhält man einen Eindruck vom Leben auf dem Lande vor 100 Jahren. Im November 2009 war es bei uns in Finnland  schon sehr kalt und es gab schon Schnee.Bild "image012.jpg" Bild "image014.jpg"

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Bild "image018.jpg" Zum 3. Projekttreffen kamen auch nur Lehrer nach Joroinen. Leider haben sie keine Schüler mitgebracht. Wir hätten ihnen gerne gezeigt, dass Santa Claus im Norden Finnlands lebt und dort auch seine Rentiere füttert. Die Schüler haben ein Modell des nördlichen Finnland gebaut. Im Winter ist es hier für lange Zeit dunkel und die Rentiere suchen die Flechten, ihre Nahrung, unter dem Schnee. In Joroinen gibt es viele Herrenhäuser, Manor genannt. In einem erlebte ich eine aufregende Geschichte. Auch eine mittelalterliche Burg gibt es in der Nähe unseres Ortes. Hier fanden viele Kämpfe statt.Bild "image020.jpg"


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Bild "image024.jpg"Aber zum letzten Projekttreffen im Mai 2010 kamen  viele Kinder mit nach Taranto, ganz im Süden Italiens. Nach der offiziellen Begrüßung spielten alle ein altes italienisches Spiel, bei dem man gut aufpassen musste. Beim Grillfest am Meer lernten alle die Pizzica, einen alten italienischen Tanz, tanzen.
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Jaqueline, Laura, Martina, Katharina und Ann-Christin aus Deutschland hatten viel Schwung und zogen alle anderen mit auf die Tanzfläche. Besonders gut hat mir die Schiffsprozession zu Ehren des Heiligen Cataldo gefallen. All die Lichter auf dem Wasser und an den Ufern!

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Bild "image030.jpg" Die anderen Partnerschulen habe ich alleine besucht. Man hat mich in ein Paket gesteckt und losgeschickt. Zuerst hatte ich Angst, weil es so dunkel war, doch  schon bald hat es mir gefallen, in einer fremden Schule ausgepackt und bestaunt zu werden. Sicherheitshalber hatte ich  meinen Glücksbringer eingesteckt. Die Goldmünze hatte  ich von dem Gespenst ohne Kopf bekommen, weil ich ihm geholfen habe, seinen Kopf zurück zu bekommen. Die Kinder waren  überall  sehr nett und hilfsbereit und haben mir viel von ihrer Stadt gezeigt. So konnte ich in Sopot, im Norden Polens, mit Ania und ihren Schülern auf dem längsten Pier über 500 Meter weit in die Ostsee gehen. Der Pier ist ein breiter Weg, ganz aus Holz gebaut, mit einem Geländer an beiden Seiten, so dass man nicht ins Wasser fallen kann. Die Leute aus Sopot sind stolz auf den Pier, weil er der längste hölzerne Pier in Europa ist. Bei Sturm muss man sich gut festhalten, damit man nicht weg geweht wird. Ganz in der Nähe gibt es einen Hügel auf dem man im Winter Ski fahren kann. Am Strand entlang kann man sogar bis Danzig laufen. In der Schule wurden die Flaggen der Partnerländer an die Wand gepinnt.

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In Wales gibt es viele Burgen, die ein bisschen verfallen aussehen. Die Schüler der Schule in Dolwyddelan zeigten mir Conwy. Bild "image034.jpg" Wow, was für eine riesige Burganlage! Hier müssen im Mittelalter viele Ritter und ihre Diener gelebt haben! Es war sehr aufregend, durch die alten Gemäuer zu streifen. Fast hätte ich mich verlaufen, doch zum Glück bemerkte der Schulleiter LLion (gesprochen wird das `Chion), dass ich fehlte und schickte einige Kinder los um mich zu suchen. An einem anderen Tag fuhren wir zu Bodnant-Garten.  Ich dachte, dass ich viele Blumenbeete und Gemüsefelder sehen würde. Blumen gab es ja genug, auch Büsche und Bäume, aber es gab keine Gemüsebeete. Dieser Garten war ein großer Park, in dem man durch verschieden gestaltete  Landschaften ging. Charles, den Prinzen von Wales habe ich nicht getroffen. Der war bestimmt unterwegs oder zu Hause im Buckingham Palace. Bevor ich nach Irland mit dem Schiff übersetzte, machte ich noch einen Spaziergang durch das schöne alte Küstenstädtchen Beaumaris. Schon die Wikinger hatten hier ihre Häuser gebaut und nutzten diesen Hafen für ihre Schiffe. Touristen kommen  heute auch gerne hierher.

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Bild "image039.jpg" Bild "image037.jpg"In Dublin ging der Schulleiter der St. Ronan – Schule, Mr. Dundon,  mit mir durch die Klassen und stellte mich vor. Alle sprachen so schnell! Ich musste aufpassen, dass ich auch alles mitbekam. Von Dublin aus haben mich die Kinder mit zur berühmten Klosteranlage Glendalough genommen. Dieses Kloster hat  vor langer Zeit der Heilige Kevin gegründet. Da es viele graue Steinhaufen gibt, müssen hier mal  viel Gebäude gestanden haben. Auffällig ist ein dicker runder Turm, der noch gut erhalten ist. Hier bewahrten die Mönche  die heiligen Gegenstände des Klosters auf, wenn wieder mal ein Krieg geführt wurde.



Bild "image041.jpg" In einem Paket kam ich in Arevalo/Spanien an. Die Kinder der Partnerschule freuten sich riesig. Mit dem Schulleiter Don Ramon habe ich einen Stadtrundgang gemacht. Er wusste viele interessante Geschichten zu erzählen. Viele Steine und viel Staub gab es auf diesem Hochplateau und die Sonne schien heiß vom blauen Himmel. Zur Mittagszeit konnte man gar nicht mehr draußen sein. Die Leute zogen sich in ihre Häuser zurück und hielten Siesta. Arevalo ist eine Gemeinde in Spanien in der Provinz von Avila und ist Teil der autonomen Gemeinschaft von Kastillien und Leon. Die Königin Isabella von Kastillien wuchs hier als junges Mädchen auf. In dieser Gegend ist vor Jahrhunderten eine ganz besondere Kunstrichtung entstanden, die Mudejar-Kunst. Diese  islamisch geprägte Werke sind in einer christlichen Umgebung entstanden. Die Stadt liegt auf einer Höhe von 820 Metern und ist in der Nähe von der Vereinigung der zwei Flüsse Adaja und Arevalillo. Ca. 13.000 Menschen leben heute hier. Bild "image043.jpg" Hier sieht man auf einem alten Gemälde Arevalo mit der Kathedrale und der Burg umgeben von einer  mächtigen Stadtmauer. Viele Leute verdienen ihr Geld in der Landwirtschaft, mit Viehzucht, in der  Holzindustrie und in  anderen Fabriken, die grundlegend sind für die Entwicklung der Landwirtschaft. Natürlich musste ich einen Stierkampf in der Arena sehen. Zum Glück wurde der Stier nicht getötet. Der Torero zeigte seine geschickten Sprünge. Mit den Schülern besuchte ich die nahe Kreisstadt Avila. Sie ist vor vielen hundert Jahren gegründet worden. Verschiedene Völker haben hier zusammen gelebt. Eine große Kathedrale, ein Schloss und die weltberühmte Stadtmauer aus dem Mittelalter waren nicht zu übersehen. Die Stadtmauer ist 2500 Meter lang und fast vollständig erhalten. Früher war sie bestimmt ein großes Hindernis für  die Feinde der Stadt!

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Leider musste ich weiter in die Türkei. Dort warteten die Kinder auch schon auf mich. Mein Flugzeug landete in der Hauptstadt Istanbul. Ich hatte gerade so viel Zeit, dass ich zur weltberühmten Hagia Sofia gehen konnte. Die Hagia Sophia ist ein sehr altes Gebäude. Zuerst war es eine orthodoxe Kirche, später war sie eine Moschee und heute ist sie ein Museum. Bild "image049.jpg" Mit einem anderen Flugzeug ging es weiter nach Elazig in Anatolien. Die Kinder freuten sich sehr über mich europäischen Besucher. Zum Glück sprachen der Hodja, ein Lehrer, der mich herumführte, und die Schüler  Englisch. So habe ich viel über die Gegend erfahren. Die türkischen Schüler haben darüber eine Geschichte geschrieben. Bild "image051.jpg" Die Stadt Elazig besteht noch nicht lange als Siedlungsort. Dennoch ist die Geschichte der Gegend sehr alt. Deswegen ist es notwendig, die Geschichte von Elazig und Harput zusammen zu betrachten. Man geht heute davon aus, dass die Geschichte von Harput bis ca. 2000 vor  Christus zurückreicht. Ebenfalls ein historischer Ort ist der Berg Nemrut. Eine riesige  königliche Grabstätte wurde von einer antiken (sehr alte) Zivilisation (Gesellschaft oder Volk) gebaut.

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Bild "image057.jpg"Fast hätte ich vergessen, dass ich noch in Polen unsere Partnerschule in Katowice besucht habe. Dort habe ich die Schwarze Madonna von Czenstochau gesehen. In dieser Stadt gibt es ein berühmtes Kloster: Jasna Gora. In diesem Kloster wird das Bild der schwarzen Madonna aufbewahrt. Viele Leute glauben an die Wunderkräfte, die von dem Bild ausgehen. Jährlich pilgern Millionen Menschen nach Czenstochau um das Bild zu sehen.

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Nach dieser langen Reise durch Europa war ich froh, wieder in Finnland zu sein. Den Kindern in Joroinen habe ich viel zu erzählen !!

Hier sind einige Landkarten, die die Schüler in den Partnerschulen gestaltet haben:

Elazig, Türkei
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Telsiai, Litauen
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Papenburg, Deutschland
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Kaistainen, Finnland
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